Berufstaucher werden

Berufstaucher werden – spannend und vielfältig

Berufstaucher sind spezialisierte Taucher, die unterschiedliche Tätigkeiten unter Wasser ausüben. Die verschiedenen Aufgabenfelder erfordern entsprechende Voraussetzungen und eine weitreichende Berufserfahrung. In diesem Artikel erfährst du mehr über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Berufstaucher und Berufstaucherinnen sowie Infos über die Ausbildung zu dem Beruf.

Das Tauchen ist für viele ein beliebtes Hobby, was gerne in der Freizeit ausgeübt wird. Neben einem klassischen Tauchlehrer gibt es aber auch weitere Bereiche, in denen ein Berufstaucher benötigt wird. Je nach Einsatzgebiet und Aufgaben birgt die Arbeit sogar ein recht hohes Risiko unter der Wasseroberfläche. Ein Berufsbild, was nicht unterschätzt werden sollte und weitreichende Fähigkeiten erfordert.

Tauchen zum Beruf machen

Wer leidenschaftlich gerne taucht und sich auch bestimmte Einsätze in verschiedenen Bereichen unter Wasser vorstellen kann, ist prädestiniert für eine Ausbildung zum Berufstaucher. Einsatzgebiete für Taucharbeiten sind zum Beispiel:

Forschungstaucher:

Berufstaucher arbeiten häufig in der Wissenschaft und erforschen die Flora und Fauna unter Wasser, indem Proben entnommen und Daten gemessen werden. Das Fachgebiet der Unterwasserarchäologie erfordert ein Studium oder eine entsprechende Weiterbildung und untersucht Schiffe oder andere archäologische Gegenstände in den Tiefen der Gewässer.

Bergungstaucher:

Bergungstaucher führen Rettungsarbeiten durch und arbeiten in vielen Einsätzen zusammen mit Polizei, Feuerwehr oder Bundeswehr. In das Einsatzfeld fällt die Personenrettung sowie das Tauchen nach bestimmten Gegenständen, die abgesunken sind.

Industrietaucher:

Industrietaucher führen Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten durch. Unterwasserarbeiten können auch Baustellen an Werften oder Bohrinseln sowie die neue Konstruktion von Pipelines sein. Die Berufstaucher tragen spezielle Ausrüstung und müssen bei der Durchführung nicht nur als Taucher, sondern auch als Handwerker agieren.

Unterwasserinspektionen:

Taucharbeiten unter Wasser betreffen nicht nur die Reparatur und den Neubau, sondern auch die routinemäßige Überprüfung von Brücken, Dämmen und Öl-Plattformen auf der ganzen Welt. Berufstaucher übernehmen diese Arbeiten an kleinen Wasserläufen sowie im Meer.

Tauchlehrer:

Auch Tauchlehrer sind Berufstaucher und führen Tauchgänge gemeinsam mit Tauchschülern durch. Sie bringen ihnen die Theorie und Praxis bei und erklären alles rund ums Tauchen. Ein Tauchschein ist quasi der Auto-Führerschein für unter Wasser. Der Prüfer und Lehrer ist dafür der Tauchlehrer.

Unterwasser-Fotografie:

Ein seltenes Foto von bestimmten Meerestieren oder spektakulären Wracks hat nicht nur einen hohen Wert, sondern erfordert auch den Einsatz von professionellen Unterwasserfotografen, die für diese Aufnahmen verantwortlich sind. Auch dieser Zweig kann als Taucherarbeiten bezeichnet werden und ist ein Beruf. 

Ausbildung zum Berufstaucher

Die Ausbildung zum Berufstaucher oder zur Berufstaucherin ist anspruchsvoll und erfordert neben dem sicheren Tauchen auch eine weitere Kompetenz, die bei den jeweiligen Einsätzen gefordert wird. Die Dauer der Ausbildung hängt von der Branche und dem Unternehmen ab, bei dem du deine Arbeitsstelle antreten wirst. Eine Ausbildung zum Industrietaucher dauert beispielsweise rund zwei Jahre und erfordert verschiedene Bedingungen, wie Absolvieren von mindestens 200 Tauchstunden. 

Die grundlegende Tauchausbildung ist also ein Muss für den Job eines Berufstauchers. Du lernst den richtigen Umgang mit der Tauchausrüstung und gewissen Risiken, die beim Tauchen auftreten können. Die darauf aufbauende fortgeschrittene Tauchausbildung konzentriert sich auf spezielle Tauchgegebenheiten, wie z.B. Rettungstauchen oder Wracktauchen.

Im nächsten Schritt folgt die berufliche Zertifizierung, die du als Berufstaucher benötigst. Um im Einsatz arbeiten zu können, ist eine Bescheinigung über deine Qualifikationen notwendig. Dieser erhältst du bei professionellen Organisationen, wie z.B. PADI.

Alle Berufe erfordern bestimmte Kenntnisse und Fertigkeiten. Diese lernst du in einem Spezialkurs, der ebenso grundlegend für deine Arbeit als Berufstaucher ist. Organisationen, wie das Militär, ermöglichen Berufstauchern eine ständige Weiterbildung in Form von Übungseinsätzen.

Was verdient ein Berufstaucher?

Spannend ist natürlich auch die Frage nach dem Gehalt eines Berufstauchers. Grundsätzlich kommt das stark auf den Ort, die Branche, die Eingruppierung sowie die eigentliche Tätigkeit an sich an. Unterschieden wird auch häufig, ob die Taucher ein festes Jahresgehalt bekommen oder pro Tauchgang bezahlt werden. In dem Fall gibt es einige Möglichkeiten, wie Taucher entlohnt werden.

Grundsätzlich gilt: Wenn du Tauchen liebst und deine Leidenschaft zum Beruf machen möchtest, solltest du die Chance in deinem Leben unbedingt nutzen. Die Einsatzmöglichkeiten von Berufstauchern sind unglaublich vielseitig und bieten auch ein attraktives Gehalt.

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